Medizin-Mythen: Kann grüner Tee das Coronavirus hemmen?

Bestimmte Fähigkeiten sollen im Stande sein, die Vermehrung von SARS-CoV-2 zu bremsen. Die Suche nach einem wirksamen Medikament gegen das Coronavirus hält an. Forscherinnen und Forscher überprüfen seit Beginn der Pandemie, ob sich Wirkstoffe aus der Natur als Anti-Corona-Mittel eignen – darunter etwa grüner Tee.

Denn Versuche im Reagenzglas deuten darauf hin, dass grüner Tee die Vermehrung von Coronaviren hemmt. Verantwortlich dafür dürfte unter anderem die im Grüntee enthaltene Substanz EGCG (Epigallocatechingallat) sein.

Bedeuten die vielversprechenden Experimente aus dem Labor, dass im grünen Tee ein Mittel gegen Covid-19 steckt? Das Faktencheck-Service medizin-transparent von der Universität Krems hat nach klinischen Studien zum Thema gesucht.

Ausführlichen Artikel finden Sie hier: https://kurier.at/wissen/gesundheit/medizin-mythen-kann-gruener-tee-das-coronavirus-hemmen/401445844

Zur Übersicht aller Artikel

Vorteilhafte Wirkung von Teeextrakt auf metabolisches Syndrom und Übergewicht

Weltweit nimmt die Übergewichtigkeit zu, oft in Kombination mit dem metabolischen Syndrom. Das metabolische Syndrom ist durch eine Reihe von Stoffwechselanomalien wie z. B. erhöhten Cholesterinwerten, hohem Blutdruck und einem hohen Blutzuckerspiegel gekennzeichnet.

Die zur Behandlung dieser Symptomatik eingesetzten Medikamente können unerwünschte Nebenwirkungen haben. Aus diesem Grund wird in der Forschung immer mehr nach alternativen Behandlungsmethoden gesucht. Eine neuere Übersichtsarbeit zeigt, dass Teeextrakt bei den Betroffenen eine positive Wirkung auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel haben kann.

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Teeextrakt ist allgemein bekannt und gut erforscht. Seine Wirksamkeit wird hauptsächlich dem Epigallocatechingallat (EGCG) zugeschrieben, einem der stärksten Catechine im Tee. In dieser Übersichtsstudie wurde die Wirkung von Teeextrakt auf das metabolische Syndrom bei Übergewicht untersucht. metabolisches Syndrom und Übergewicht

Positive Wirkung von Teeextrakt

Die Studie deutet darauf hin, dass der Genuss von Teeextrakt bei Übergewicht und metabolischem Syndrom eine positive Wirkung haben könnte. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass der BMI und der Blutzuckerspiegel signifikant sanken, während das HDL-Cholesterin signifikant anstieg.

Die Forscher beobachteten auch eine positive Wirkung auf Blutdruck, Gewicht, Taillenumfang und LDL-Cholesterin. Teeextrakt könnte bei der Behandlung des metabolischen Syndroms bei Übergewicht erfolgversprechend sein. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass weitere Untersuchungen mit einer längeren Nachbeobachtungszeit und einem größeren Stichprobenumfang erforderlich sind.

Den vollständigen Beiträg können Sie heir nachlesen: https://orthoknowledge.eu/forschung/vorteilhafte-wirkung-von-teeextrakt-auf-metabolisches-syndrom-und-ubergewicht/?mc_cid=88eea91e7c&mc_eid=cd446b3abe

Zur Übersicht aller Artikel

Kaugummi, Grüner Tee, Gurgeln und Co.: Kann man Corona wirklich wegkauen?

Corona ist leider mal wieder in aller Munde. Überall steigen jetzt im Spätherbst die Infektionszahlen. Und da das fiese Virus über die Mund- und Nasenschleimhäute in unsere Körper gelangt, gibt es bereits eine ganze Reihe von Produkten, die Corona genau dort bekämpfen wollen.

Die neueste Idee: ein Kaugummi gegen Corona. Aber es gibt auch Halspastillen, Nasensprays, Tees und die gute alte Mundspülung. Alle sollen die Virusvermehrung stoppen, das Gegenüber schützen. Aber das tun sie auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlicher Intensität.

Kaugummi

► Covidgum enthält ätherische Öle und soll laut Test die Viruslast in der Ausatemluft um bis zu 99% senken.

► Virologe Dr. Martin Stürmer: „Die Ergebnisse sind insofern ermutigend, als bei allen Probanden über einen Zeitraum von zwei Stunden eine Reduktion der Virusmenge festgestellt werden konnte.“

Grüner Tee

► In grünem Tee kann das Flavonoid Gallocatechin dafür sorgen, die Viruslast beim Trinken zu verringern. Das haben Laborversuche gezeigt.

► Immunologe Dr. Peter Schleicher: „Die Forschungsergebnisse zeigen, dass sich das Virus nicht mehr vermehren kann.“

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier: https://www.bild.de/bild-plus/ratgeber/2021/gesundheit/kaugummi-tee-gurgeln-und-co-kann-man-corona-wirklich-wegkauen-78340782.bild.html

Zur Übersicht aller Artikel

Medizin-Mythen: Kann grüner Tee das Coronavirus hemmen?

Bestimmte Fähigkeiten sollen im Stande sein, die Vermehrung von SARS-CoV-2 zu bremsen. 

Die Suche nach einem wirksamen Medikament gegen das Coronavirus hält an. Forscherinnen und Forscher überprüfen seit Beginn der Pandemie, ob sich Wirkstoffe aus der Natur als Anti-Corona-Mittel eignen – darunter etwa grüner Tee.

Denn Versuche im Reagenzglas deuten darauf hin, dass grüner Tee die Vermehrung von Coronaviren hemmt. Verantwortlich dafür dürfte unter anderem die im Grüntee enthaltene Substanz EGCG (Epigallocatechingallat) sein.

Bedeuten die vielversprechenden Experimente aus dem Labor, dass im grünen Tee ein Mittel gegen Covid-19 steckt? Das Faktencheck-Service medizin-transparent von der Universität Krems hat nach klinischen Studien zum Thema gesucht.

Wirksamkeit beim Menschen unklar

Allerdings sind bisher keine Studien erschienen, die die Wirksamkeit und Sicherheit im menschlichen Körper überprüft haben. Somit lässt sich weder belegen noch ausschließen, dass grüner Tee vor einer Corona-Infektion schützt oder eine Covid-19-Erkrankung lindern kann.

Möglicherweise gibt es Ende 2021 erste Einschätzungen zu Wirksamkeit und Sicherheit. Denn derzeit läuft zumindest eine Studie zu einem möglichen vorbeugenden Effekt von Grüntee. Dabei erhalten die Probanden entweder Kapseln mit EGCG oder, zwecks Vergleich, ein Placebomittel.

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier:

https://kurier.at/wissen/gesundheit/medizin-mythen-kann-gruener-tee-das-coronavirus-hemmen/401445844

Zur Übersicht aller Artikel

Grüner Tee und Kaffee reduzieren Sterberisiko bei Diabetes

Täglich zwei Tassen Kaffee plus vier Tassen grüner Tee sind verbunden mit einer Reduktion des Sterberisikos in den nächsten fünf Jahren um 63 Prozent für Typ-2-Diabetiker, errechneten japanische Forscher. Auch in kleineren Mengen wirken sich die Getränke aber schon positiv aus.

Tee und Kaffee gelten in Maßen als gesunde Lebensmittel aufgrund ihrer bioaktiven Inhaltsstoffe. Jetzt haben japanische Mediziner um Dr. Yuji Komorita von der Kyushu-Universität in Fukuoka untersucht, ob und in welchem Maß sich der Genuss dieser Getränke auf die Gesundheit von Typ-2-Diabetikern auswirkt.

Dazu befragten sie knapp 5000 Japaner mit Typ-2-Diabetes (Durchschnittsalter 66 Jahre) zu ihren Ess- und Trinkgewohnheiten und werteten ihre Patientendaten über einen Zeitraum von fünf Jahren aus. Alle waren eingeschrieben im Fukuoka Diabetes Registry, eine Multicenter-Studie, die Aufschluss über die Effekte von Arzneimitteln und Lifestyle auf die Lebensspanne von Typ-2-Diabetikern geben soll.

Während des Beobachtungszeitraums starben 309 Teilnehmer (218 Männer, 91 Frauen). Die häufigsten Todesursachen waren Krebs (114) und kardiovaskuläre Erkrankungen (76). Grundsätzlich waren bei den Verstorbenen überproportional Personen dabei, die weder grünen Tee noch Kaffee tranken. Umgekehrt hatten diejenigen, die regelmäßig relativ hohe Mengen davon konsumierten, das geringste Sterberisiko, berichten die Forscher im Fachjournal »BMJ Open Diabetes Research & Care«.

Täglich eine Tasse grüner Tee verringerte die Sterbewahrscheinlichkeit um 15 Prozent; zwei bis drei Tassen um 27 Prozent und vier oder mehr Tassen täglich um 40 Prozent. Ähnlich ausgeprägt ist der Effekt von Kaffee: Eine Tasse täglich verminderte das Sterberisiko um 19 Prozent, zwei oder mehr Tassen um 41 Prozent.

Das geringste Mortalitätsrisiko hatten diejenigen, die beides täglich tranken: Zwei bis drei Tassen grüner Tee plus zwei oder mehr Tassen Kaffee verringerte es um 51 Prozent; vier oder mehr Tassen Tee plus zwei oder mehr Tassen Kaffee um 63 Prozent. Welches Volumen eine Tasse hatte, war dabei nicht definiert.

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/gruener-tee-und-kaffee-reduzieren-sterberisiko-bei-diabetes-121287/

Zur Übersicht aller Artikel

Italienische Studie mit vielversprechender Myomtherapie mit Vitamin D, B und EGCG

Ein Forscherteam von der Universität Messina in Italien untersuchte im Rahmen einer Studie, wie die Behandlung mit Vitamin D, dem Grüntee-Wirkstoff Epigallocatechingallat (EGCG) und Vitamin B6 auf die Größe und den Wachstum von Myomen sowie die Lebensqualität von Frauen anschlägt. Analysiert wurden in vier Monaten das Volumen, die Anzahl der Myome sowie Schwere der Symptome und die Lebensqualität.

An der Studie nahmen 30 Frauen im Alter zwischen 28 und 46 Jahren teil, die in zwei Gruppen eingeteilt wurden: Eine Gruppe erhielt über vier Monate täglich zwei Tabletten von 25 μg Vitamin D, 150 mg EGCG sowie 5 mg Vitamin B6. Die Forscher stellten nach ihrer Auswertung fest, dass es eine signifikante Verringerung des Myomvolumens um 34,7% in der behandelten Gruppe und ein Wachstum des Tumors um 6,9% in der behandlungslosen Gruppe  gab.

Darüber hinaus gäbe es nach Angaben des Forscherteams eine Verbesserung der Lebensqualität der Frauen, die mit Vitamin D, EGCG und Vitamin B6 behandelt wurden.

Quelle: https://www.europeanreview.org/wp/wp-content/uploads/3344-3351.pdf

Zur Übersicht aller Artikel

Sekundären Pflanzenstoffe – Warum Japanerinnen und Japaner länger leben

Ein Forschungsteam vom Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat vielversprechende Zusammenhänge zwischen zwei sekundären Pflanzenstoffen, den sogenannten Catechinen und Isoflavonen, und der Lebenserwartung entdeckt. Catechine finden sich zum Beispiel in grünem Tee, während Isoflavone in hoher Konzentration in Soja enthalten sind.

In Japan leben die Menschen mit durchschnittlich 84 Jahren weltweit am längsten. Neben genetischen Ursachen und Umweltfaktoren scheinen die Ernährungsgewohnheiten für die überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung der Japanerinnen und Japaner mitverantwortlich zu sein. Die traditionelle japanische Ernährung ist reich an sekundären Pflanzenstoffen: Catechine finden sich zum Beispiel in grünem Tee, während Isoflavone in hoher Konzentration in Soja enthalten sind.

„Dass es speziell in Japan einen Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Lebenserwartung gibt, ist seit langem bekannt. Wir wollten insbesondere die Rolle pflanzlicher Inhaltsstoffe darin genauer untersuchen. Mit der Wirkung der Catechine und Isoflavone haben wir zwei potenziell auch in der Gesundheitsprävention relevante Mechanismen entdeckt“, kommentiert Juniorprofessorin Anika Wagner die vorliegenden Ergebnisse der Forschungsarbeiten, die auch vom Exzellenzcluster „Entzündungsforschung“ unterstützt wurden.

Grüntee-Catechine und Soja-Isoflavone erhöhen Lebensspanne von Fruchtfliegen

Um die Auswirkungen der beiden Stoffe auf Gesundheit und Lebenserwartung zu untersuchen, führten die Kieler Forschenden Studien mit der Fruchtfliege Drosophila melanogaster durch. Diese zeigten, dass sowohl Grüntee-Catechine als auch Soja-Isoflavone die Lebensspanne und Fitness von Fruchtfliegen signifikant erhöhen. Das Forschungsteam fand heraus, dass ein spezielles Catechin im Grüntee zwei Enzyme hemmt, die für die Verdauung von Kohlenhydraten wichtig sind. Die Hemmung dieser Enzyme reduziert die Aufnahme von Glucose in den Organismus. So kommt ein zuckersenkender Effekt zustande. Soja-Isoflavone entfalten ihre positive Wirkung, indem sie den zellulären Energiehaushalt beeinflussen und das Langlebigkeitsgen Sirtuin-1 anschalten.

Den ganzen Beitrag können Sie hier nachlesen: https://www.laborpraxis.vogel.de/warum-japanerinnen-und-japaner-laenger-leben-a-511668/

Zur Übersicht aller Artikel

Antivirale Aktivität von Polyphenolen aus grünem Tee und schwarzem Tee in der Prophylaxe und Behandlung von COVID-19

Die rasche Ausbreitung des neuartigen Coronavirus namens SARS-CoV-2 oder nCoV hat auf der ganzen Welt zu Sperren und strengen Präventivmaßnahmen geführt. Dieser neuartige, einzelsträngige RNA-Stamm des Coronavirus verbreitet sich durch Speicheltröpfchen und Nasenausfluss. Diese Studie der US-FDA untersuchte Wirkstoffe mit bekannten antiviralen Eigenschaften, die alternative Behandlungsmethoden bei Covid-19 darstellen könnten.

Überprüft wurden die antiviralen Aktivitäten von zwei aus Tee gewonnenen Polyphenolen, dem Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) aus grünem Tee und Theaflavine aus schwarzem Tee. Sowohl bei den Polyphenolen aus grünem Tee als auch aus schwarzem Tee konnte festgestellt werden, dass sie antivirale Aktivitäten gegen verschiedene Viren aufweisen, insbesondere gegen einzelsträngige RNA-Viren. EGCG und Theaflavine, insbesondere Theaflavin-3,3′-digallat (TF3) haben eine signifikante Interaktion mit den Rezeptoren, die in dieser Überprüfung untersucht wurden. Weitere Studien betonen zudem die Aktivität dieser Polyphenole gegen COVID-19.

Antivirale Eigenschaften von EGCG

Es wurden verschiedene Studien zur Entdeckung der antiviralen Aktivität von Tee-Polyphenolen durchgeführt, insbesondere von EGCG. Dabei wurde festgestellt, dass EGCG die reproduktive und respiratorische Aktivität von Schweinen hemmt. Bei einer Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) wurde festgestellt, dass EGCG die Infektion durch Anheftung an die Zielzelle hemmen und die Ausbreitung der Infektion auf verschiedene Zellen verhindern kann.

EGCG beeinflusse auch den Eintritt des ZIKA-Virus, indem es mit der Lipid-Doppelschicht interagiert und den Eintritt hemmt. EGCG wurde auch für wirksam gegen HIV-1 befunden und hemme die Virusvermehrung durch die verschiedenen Stadien.

Anwendung bei COVID-19

In einer Studie, die die phytochemisch vermittelte Hemmung von SARSCoV 3CLpro untersuchte, wurden molekulares Andocken und In-vitro-Studien durchgeführt. Es wurde beobachtet, dass EGCG mit einem Docking-Score von -11,7 das beste Ergebnis bei der Silico-Aktivität unter allen getesteten Verbindungen zeigte.

COVID-19 breitet sich mit alarmierender Geschwindigkeit aus, und das Fehlen einer zugelassenen Behandlung stellt eine große Belastung für die Gesundheitssysteme dar. Mehrere antivirale Medikamente befinden sich jedoch in der klinischen Erprobung, aber aufgrund möglicher Nebenwirkungen bei höheren Dosen können dieser Medikamente nicht verabreicht werden.

Vergleicht man den Wirkmechanismus möglicher Arzneimittelkandidaten bei bereits bekannten Viruserkrankungen, können wir einige potenzielle virale Medikamente, die an diesen Stellen wirken können, in die engere Wahl ziehen. EGCG und TFs sind polyphenolische Katechine, die reichlich in grünem Tee und schwarzem Tee vorkommen, bzw. mit einem breiten Spektrum an gesundheitlichen Vorteilen ausgestattet sind. Ihre antiviralen Aktivitäten wurden auch gegen verschiedene Virusinfektionen untersucht.

Die Analyse der antiviralen Aktivitäten von EGCG und TFs zeigt, dass es sich bei beiden um antivirale Moleküle mit breitem Spektrum und ohne definitive Wechselwirkung handelt. Sie wirken in verschiedenen Stadien des viralen Zyklus. Einige Studien haben deutete auch an, dass EGCG und TFs prophylaktische Wirkung haben. 3CLpro ist ein lebenswichtiges Enzym, das bei SARS-CoV und SARS-CoV-2 gefunden wird.

Die antivirale Breitspektrum-Aktivität dieser Tee-Polyphenole hat sich bereits etabliert. EGCG ist jedoch instabil und hat bei oralem Verzehr geringe Bioverfügbarkeit. Daher untersuchen viele Studien die Verbesserung der Bioverfügbarkeit von EGCG. Ester-Derivate von EGCG zeigten bessere antioxidative Aktivität beim Auffangen von reaktiven Sauerstoffspezies wie Peroxyl-Radikale.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Tee-Polyphenole weiter ausführlich untersucht werden müssen, um ihren Einsatz bei Anti-COVID-19-Anwendungen zu zeigen. TFs, insbesondere TF2b und TF3 können als gute prophylaktische Mittel eingesetzt werden, da sie die Fähigkeit haben, sich an RBD zu binden.

EGCG und seine stabilen lipophilen Derivate könnten auch potentielle prophylaktische und therapeutische Mittel sein, dank ihrer Eigenschaften an verschiedene aktive Standorte von SARS-CoV-2 anzudocken. Tee ist das am meisten konsumierte Getränk der Welt, und die Entwicklung antiviraler polyphenolischer Moleküle aus diesem Getränk stellt eine aufregende Idee dar.

Den ausführlichen Bericht publiziert von Elsevier finden Sie hier: https://bit.ly/3aWtaKH

Zur Übersicht aller Artikel

US-Institut empfiehlt Ärzten grünen Tee gegen Covid-19

Das „Institute for Functional Medicine“ aus Washington/USA hat aktuell nützliche botanische und nutrazeutische Wirkstoffe in einer Liste veröffentlicht, die zusammen mit den Dosierungsempfehlungen für Ärzte aufgeführt auf der Instituts-Webseite publiziert wurden.

Gegenwärtig gibt es noch keine spezifischen Impfstoffe oder einheitlich erfolgreiche Behandlungen für den Corona-Virus COVID-19. Die sich abzeichnende Forschung zu mehreren spezifischen botanischen und nutrazeutischen Wirkstoffen ist jedoch vielversprechend, da solche Wirkstoffe die Fähigkeit des Körpers verbessern können, die Krankheit abzuwehren und sich von ihr zu erholen.

Das „Institute for Functional Medicine“ aus Washington/USA hat aktuell nützliche botanische und nutrazeutische Wirkstoffe in einer Liste veröffentlicht, die zusammen mit den Dosierungsempfehlungen für Ärzte aufgeführt auf der Instituts-Webseite publiziert wurden. Zu den vom Institut empfohlenen natürlichen Wirkstoffen gehört auch das Epigallocatechingallat, engl. Epigallocatechin gallate, (EGCG) aus dem grünen Tee.

Das „Institute for Functional Medicine“ hebt hervor, dass grüner Tee wirkt nicht nur entzündungshemmend sei, sondern auch das Immunsystem stärke und einen der Prozesse angreife, die an der Replikation von COVID-19 beteiligt sind. Dosierungsempfehlung sind 4 Tassen täglich (grüner Tee) oder die tägliche Einnahme von 225 mg EGCG.

Hier der Link zu Auflistung des Instituts: https://bit.ly/2VlkJT2

Quelle: https://www.ifm.org/news-insights/the-functional-medicine-approach-to-covid-19-virus-specific-nutraceutical-and-botanical-agents/

Zur Übersicht aller Artikel

Grüner Tee schützt vor Bakterien und Viren

Neben Wasser ist Tee weltweit das am häufigsten genossene Getränk. In Asien werdendem Tee nicht nur belebende, sondern auch in hohem Grade gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen. In den vergangenen Jahren ist das wissenschaftliche Interesse an Tee und insbesondere an grünem Tee enorm gestiegen. Dabei wurden ihm unter anderem antikarzinogene, antioxidative, antivirale und antimikrobielle Eigenschaften zugesprochen, für die in erster Linie die enthaltenen Catechine zuständig sein sollen.

In den neunziger Jahren setzte dann eine intensive Forschungstätigkeit ein. Toda und Mitarbeiter konnten zeigen, dass Schwarztee-Extrakt eine bakterientötende Aktivität gegen Vibrio cholerae O1 besitzt. Das Tee-Extrakt hemmte die hämolysierende Aktivität von Vibrio cholerae 01 und Vibrio El Tor sowie die durch Cholera-Toxin ausgelösten morphologischen Veränderungen von Ovarialzellen beim chinesischen Hamster. Sowohl bei Mäusen als auch Kaninchen reduzierte das Tee-Extrakt die Flüssigkeitsansammlungen, die durch Cholera-Toxin bzw. Vibrio cholerae O1 hervorgerufen wurden. Diese Befunde lassen vermuten, dass Tee eine protektive Aktivität gegen Vibrio cholerae 01 aufweist.

Welchen Inhaltsstoffen lässt sich die antimikrobielle Wirkung zuschreiben?

Man kann rasch ausschließen, dass Koffein im Tee einen signifikanten Anteil an der antibakteriellen Aktivität hat, da eine Tasse Kaffee mit derselben oder höheren Menge Koffein eine weit geringere antimikrobielle Wirksamkeit zeigt. Untersuchungen mit reinem Koffein bestätigten, dass viele Bakterienarten keine nachhaltige Reaktion auf hohe Koffeinkonzentrationen (400 µg/ml) zeigten10. Murori und Kubo testeten zehn flüchtige Duftstoffe des grünen Tees gegen acht Bakterienarten. Nur Nerolidol zeigte bei einer Konzentration von 25 bis 50 µg/ml gegen Staphylococcus aureus (Entzündungen) und Streptococcus mutans (Karies) eine Wirkung11.

Da die Konzentration der flüchtigen Stoffe aber nur 7 µg/ml im grünen Tee beträgt, kann diese Substanzklasse sicher nicht für die antibakterielle Wirkung von Tee verantwortlich sein. Grüner Tee enthält neben Koffein vor allem Catechine. Diese sind als hydrierte Flavone oder Anthocyanidine aufzufassen. Sie bilden die Grundsubstanz einer Reihe natürlicher
Gerbstoffe, die z. B. bei der „Fermentierung“ zu Schwarztee durch oxidative
Polymerisation entstehen und zu den nicht-hydrolisierbaren Gerbstoffen zählen. Die strukturell einfachsten Flavone sind: (+)-Catechin (C), (-)-Epicatechin (EC), (+)-Gallocatechin (GC), (-)-Epigallocatechin (EGC), (-)-Epicatechingallat (ECG) und (-)-Epigallocatechingallat (EGCG).

Lesen Sie weiter: https://www.teeverband.de/fileadmin/Redaktion/WIT/Sonstige_Inhaltsstoffe/wit1-2003_01.pdf

.

Zur Übersicht aller Artikel