Grüner Tee und Kaffee reduzieren Sterberisiko bei Diabetes

Täglich zwei Tassen Kaffee plus vier Tassen grüner Tee sind verbunden mit einer Reduktion des Sterberisikos in den nächsten fünf Jahren um 63 Prozent für Typ-2-Diabetiker, errechneten japanische Forscher. Auch in kleineren Mengen wirken sich die Getränke aber schon positiv aus.

Tee und Kaffee gelten in Maßen als gesunde Lebensmittel aufgrund ihrer bioaktiven Inhaltsstoffe. Jetzt haben japanische Mediziner um Dr. Yuji Komorita von der Kyushu-Universität in Fukuoka untersucht, ob und in welchem Maß sich der Genuss dieser Getränke auf die Gesundheit von Typ-2-Diabetikern auswirkt.

Dazu befragten sie knapp 5000 Japaner mit Typ-2-Diabetes (Durchschnittsalter 66 Jahre) zu ihren Ess- und Trinkgewohnheiten und werteten ihre Patientendaten über einen Zeitraum von fünf Jahren aus. Alle waren eingeschrieben im Fukuoka Diabetes Registry, eine Multicenter-Studie, die Aufschluss über die Effekte von Arzneimitteln und Lifestyle auf die Lebensspanne von Typ-2-Diabetikern geben soll.

Während des Beobachtungszeitraums starben 309 Teilnehmer (218 Männer, 91 Frauen). Die häufigsten Todesursachen waren Krebs (114) und kardiovaskuläre Erkrankungen (76). Grundsätzlich waren bei den Verstorbenen überproportional Personen dabei, die weder grünen Tee noch Kaffee tranken. Umgekehrt hatten diejenigen, die regelmäßig relativ hohe Mengen davon konsumierten, das geringste Sterberisiko, berichten die Forscher im Fachjournal »BMJ Open Diabetes Research & Care«.

Täglich eine Tasse grüner Tee verringerte die Sterbewahrscheinlichkeit um 15 Prozent; zwei bis drei Tassen um 27 Prozent und vier oder mehr Tassen täglich um 40 Prozent. Ähnlich ausgeprägt ist der Effekt von Kaffee: Eine Tasse täglich verminderte das Sterberisiko um 19 Prozent, zwei oder mehr Tassen um 41 Prozent.

Das geringste Mortalitätsrisiko hatten diejenigen, die beides täglich tranken: Zwei bis drei Tassen grüner Tee plus zwei oder mehr Tassen Kaffee verringerte es um 51 Prozent; vier oder mehr Tassen Tee plus zwei oder mehr Tassen Kaffee um 63 Prozent. Welches Volumen eine Tasse hatte, war dabei nicht definiert.

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/gruener-tee-und-kaffee-reduzieren-sterberisiko-bei-diabetes-121287/

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Italienische Studie mit vielversprechender Myomtherapie mit Vitamin D, B und EGCG

Ein Forscherteam von der Universität Messina in Italien untersuchte im Rahmen einer Studie, wie die Behandlung mit Vitamin D, dem Grüntee-Wirkstoff Epigallocatechingallat (EGCG) und Vitamin B6 auf die Größe und den Wachstum von Myomen sowie die Lebensqualität von Frauen anschlägt. Analysiert wurden in vier Monaten das Volumen, die Anzahl der Myome sowie Schwere der Symptome und die Lebensqualität.

An der Studie nahmen 30 Frauen im Alter zwischen 28 und 46 Jahren teil, die in zwei Gruppen eingeteilt wurden: Eine Gruppe erhielt über vier Monate täglich zwei Tabletten von 25 μg Vitamin D, 150 mg EGCG sowie 5 mg Vitamin B6. Die Forscher stellten nach ihrer Auswertung fest, dass es eine signifikante Verringerung des Myomvolumens um 34,7% in der behandelten Gruppe und ein Wachstum des Tumors um 6,9% in der behandlungslosen Gruppe  gab.

Darüber hinaus gäbe es nach Angaben des Forscherteams eine Verbesserung der Lebensqualität der Frauen, die mit Vitamin D, EGCG und Vitamin B6 behandelt wurden.

Quelle: https://www.europeanreview.org/wp/wp-content/uploads/3344-3351.pdf

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Sekundären Pflanzenstoffe – Warum Japanerinnen und Japaner länger leben

Ein Forschungsteam vom Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat vielversprechende Zusammenhänge zwischen zwei sekundären Pflanzenstoffen, den sogenannten Catechinen und Isoflavonen, und der Lebenserwartung entdeckt. Catechine finden sich zum Beispiel in grünem Tee, während Isoflavone in hoher Konzentration in Soja enthalten sind.

In Japan leben die Menschen mit durchschnittlich 84 Jahren weltweit am längsten. Neben genetischen Ursachen und Umweltfaktoren scheinen die Ernährungsgewohnheiten für die überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung der Japanerinnen und Japaner mitverantwortlich zu sein. Die traditionelle japanische Ernährung ist reich an sekundären Pflanzenstoffen: Catechine finden sich zum Beispiel in grünem Tee, während Isoflavone in hoher Konzentration in Soja enthalten sind.

„Dass es speziell in Japan einen Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Lebenserwartung gibt, ist seit langem bekannt. Wir wollten insbesondere die Rolle pflanzlicher Inhaltsstoffe darin genauer untersuchen. Mit der Wirkung der Catechine und Isoflavone haben wir zwei potenziell auch in der Gesundheitsprävention relevante Mechanismen entdeckt“, kommentiert Juniorprofessorin Anika Wagner die vorliegenden Ergebnisse der Forschungsarbeiten, die auch vom Exzellenzcluster „Entzündungsforschung“ unterstützt wurden.

Grüntee-Catechine und Soja-Isoflavone erhöhen Lebensspanne von Fruchtfliegen

Um die Auswirkungen der beiden Stoffe auf Gesundheit und Lebenserwartung zu untersuchen, führten die Kieler Forschenden Studien mit der Fruchtfliege Drosophila melanogaster durch. Diese zeigten, dass sowohl Grüntee-Catechine als auch Soja-Isoflavone die Lebensspanne und Fitness von Fruchtfliegen signifikant erhöhen. Das Forschungsteam fand heraus, dass ein spezielles Catechin im Grüntee zwei Enzyme hemmt, die für die Verdauung von Kohlenhydraten wichtig sind. Die Hemmung dieser Enzyme reduziert die Aufnahme von Glucose in den Organismus. So kommt ein zuckersenkender Effekt zustande. Soja-Isoflavone entfalten ihre positive Wirkung, indem sie den zellulären Energiehaushalt beeinflussen und das Langlebigkeitsgen Sirtuin-1 anschalten.

Den ganzen Beitrag können Sie hier nachlesen: https://www.laborpraxis.vogel.de/warum-japanerinnen-und-japaner-laenger-leben-a-511668/

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Antivirale Aktivität von Polyphenolen aus grünem Tee und schwarzem Tee in der Prophylaxe und Behandlung von COVID-19

Die rasche Ausbreitung des neuartigen Coronavirus namens SARS-CoV-2 oder nCoV hat auf der ganzen Welt zu Sperren und strengen Präventivmaßnahmen geführt. Dieser neuartige, einzelsträngige RNA-Stamm des Coronavirus verbreitet sich durch Speicheltröpfchen und Nasenausfluss. Diese Studie der US-FDA untersuchte Wirkstoffe mit bekannten antiviralen Eigenschaften, die alternative Behandlungsmethoden bei Covid-19 darstellen könnten.

Überprüft wurden die antiviralen Aktivitäten von zwei aus Tee gewonnenen Polyphenolen, dem Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) aus grünem Tee und Theaflavine aus schwarzem Tee. Sowohl bei den Polyphenolen aus grünem Tee als auch aus schwarzem Tee konnte festgestellt werden, dass sie antivirale Aktivitäten gegen verschiedene Viren aufweisen, insbesondere gegen einzelsträngige RNA-Viren. EGCG und Theaflavine, insbesondere Theaflavin-3,3′-digallat (TF3) haben eine signifikante Interaktion mit den Rezeptoren, die in dieser Überprüfung untersucht wurden. Weitere Studien betonen zudem die Aktivität dieser Polyphenole gegen COVID-19.

Antivirale Eigenschaften von EGCG

Es wurden verschiedene Studien zur Entdeckung der antiviralen Aktivität von Tee-Polyphenolen durchgeführt, insbesondere von EGCG. Dabei wurde festgestellt, dass EGCG die reproduktive und respiratorische Aktivität von Schweinen hemmt. Bei einer Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) wurde festgestellt, dass EGCG die Infektion durch Anheftung an die Zielzelle hemmen und die Ausbreitung der Infektion auf verschiedene Zellen verhindern kann.

EGCG beeinflusse auch den Eintritt des ZIKA-Virus, indem es mit der Lipid-Doppelschicht interagiert und den Eintritt hemmt. EGCG wurde auch für wirksam gegen HIV-1 befunden und hemme die Virusvermehrung durch die verschiedenen Stadien.

Anwendung bei COVID-19

In einer Studie, die die phytochemisch vermittelte Hemmung von SARSCoV 3CLpro untersuchte, wurden molekulares Andocken und In-vitro-Studien durchgeführt. Es wurde beobachtet, dass EGCG mit einem Docking-Score von -11,7 das beste Ergebnis bei der Silico-Aktivität unter allen getesteten Verbindungen zeigte.

COVID-19 breitet sich mit alarmierender Geschwindigkeit aus, und das Fehlen einer zugelassenen Behandlung stellt eine große Belastung für die Gesundheitssysteme dar. Mehrere antivirale Medikamente befinden sich jedoch in der klinischen Erprobung, aber aufgrund möglicher Nebenwirkungen bei höheren Dosen können dieser Medikamente nicht verabreicht werden.

Vergleicht man den Wirkmechanismus möglicher Arzneimittelkandidaten bei bereits bekannten Viruserkrankungen, können wir einige potenzielle virale Medikamente, die an diesen Stellen wirken können, in die engere Wahl ziehen. EGCG und TFs sind polyphenolische Katechine, die reichlich in grünem Tee und schwarzem Tee vorkommen, bzw. mit einem breiten Spektrum an gesundheitlichen Vorteilen ausgestattet sind. Ihre antiviralen Aktivitäten wurden auch gegen verschiedene Virusinfektionen untersucht.

Die Analyse der antiviralen Aktivitäten von EGCG und TFs zeigt, dass es sich bei beiden um antivirale Moleküle mit breitem Spektrum und ohne definitive Wechselwirkung handelt. Sie wirken in verschiedenen Stadien des viralen Zyklus. Einige Studien haben deutete auch an, dass EGCG und TFs prophylaktische Wirkung haben. 3CLpro ist ein lebenswichtiges Enzym, das bei SARS-CoV und SARS-CoV-2 gefunden wird.

Die antivirale Breitspektrum-Aktivität dieser Tee-Polyphenole hat sich bereits etabliert. EGCG ist jedoch instabil und hat bei oralem Verzehr geringe Bioverfügbarkeit. Daher untersuchen viele Studien die Verbesserung der Bioverfügbarkeit von EGCG. Ester-Derivate von EGCG zeigten bessere antioxidative Aktivität beim Auffangen von reaktiven Sauerstoffspezies wie Peroxyl-Radikale.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Tee-Polyphenole weiter ausführlich untersucht werden müssen, um ihren Einsatz bei Anti-COVID-19-Anwendungen zu zeigen. TFs, insbesondere TF2b und TF3 können als gute prophylaktische Mittel eingesetzt werden, da sie die Fähigkeit haben, sich an RBD zu binden.

EGCG und seine stabilen lipophilen Derivate könnten auch potentielle prophylaktische und therapeutische Mittel sein, dank ihrer Eigenschaften an verschiedene aktive Standorte von SARS-CoV-2 anzudocken. Tee ist das am meisten konsumierte Getränk der Welt, und die Entwicklung antiviraler polyphenolischer Moleküle aus diesem Getränk stellt eine aufregende Idee dar.

Den ausführlichen Bericht publiziert von Elsevier finden Sie hier: https://bit.ly/3aWtaKH

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US-Institut empfiehlt Ärzten grünen Tee gegen Covid-19

Das „Institute for Functional Medicine“ aus Washington/USA hat aktuell nützliche botanische und nutrazeutische Wirkstoffe in einer Liste veröffentlicht, die zusammen mit den Dosierungsempfehlungen für Ärzte aufgeführt auf der Instituts-Webseite publiziert wurden.

Gegenwärtig gibt es noch keine spezifischen Impfstoffe oder einheitlich erfolgreiche Behandlungen für den Corona-Virus COVID-19. Die sich abzeichnende Forschung zu mehreren spezifischen botanischen und nutrazeutischen Wirkstoffen ist jedoch vielversprechend, da solche Wirkstoffe die Fähigkeit des Körpers verbessern können, die Krankheit abzuwehren und sich von ihr zu erholen.

Das „Institute for Functional Medicine“ aus Washington/USA hat aktuell nützliche botanische und nutrazeutische Wirkstoffe in einer Liste veröffentlicht, die zusammen mit den Dosierungsempfehlungen für Ärzte aufgeführt auf der Instituts-Webseite publiziert wurden. Zu den vom Institut empfohlenen natürlichen Wirkstoffen gehört auch das Epigallocatechingallat, engl. Epigallocatechin gallate, (EGCG) aus dem grünen Tee.

Das „Institute for Functional Medicine“ hebt hervor, dass grüner Tee wirkt nicht nur entzündungshemmend sei, sondern auch das Immunsystem stärke und einen der Prozesse angreife, die an der Replikation von COVID-19 beteiligt sind. Dosierungsempfehlung sind 4 Tassen täglich (grüner Tee) oder die tägliche Einnahme von 225 mg EGCG.

Hier der Link zu Auflistung des Instituts: https://bit.ly/2VlkJT2

Quelle: https://www.ifm.org/news-insights/the-functional-medicine-approach-to-covid-19-virus-specific-nutraceutical-and-botanical-agents/

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Grüner Tee schützt vor Bakterien und Viren

Neben Wasser ist Tee weltweit das am häufigsten genossene Getränk. In Asien werdendem Tee nicht nur belebende, sondern auch in hohem Grade gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen. In den vergangenen Jahren ist das wissenschaftliche Interesse an Tee und insbesondere an grünem Tee enorm gestiegen. Dabei wurden ihm unter anderem antikarzinogene, antioxidative, antivirale und antimikrobielle Eigenschaften zugesprochen, für die in erster Linie die enthaltenen Catechine zuständig sein sollen.

In den neunziger Jahren setzte dann eine intensive Forschungstätigkeit ein. Toda und Mitarbeiter konnten zeigen, dass Schwarztee-Extrakt eine bakterientötende Aktivität gegen Vibrio cholerae O1 besitzt. Das Tee-Extrakt hemmte die hämolysierende Aktivität von Vibrio cholerae 01 und Vibrio El Tor sowie die durch Cholera-Toxin ausgelösten morphologischen Veränderungen von Ovarialzellen beim chinesischen Hamster. Sowohl bei Mäusen als auch Kaninchen reduzierte das Tee-Extrakt die Flüssigkeitsansammlungen, die durch Cholera-Toxin bzw. Vibrio cholerae O1 hervorgerufen wurden. Diese Befunde lassen vermuten, dass Tee eine protektive Aktivität gegen Vibrio cholerae 01 aufweist.

Welchen Inhaltsstoffen lässt sich die antimikrobielle Wirkung zuschreiben?

Man kann rasch ausschließen, dass Koffein im Tee einen signifikanten Anteil an der antibakteriellen Aktivität hat, da eine Tasse Kaffee mit derselben oder höheren Menge Koffein eine weit geringere antimikrobielle Wirksamkeit zeigt. Untersuchungen mit reinem Koffein bestätigten, dass viele Bakterienarten keine nachhaltige Reaktion auf hohe Koffeinkonzentrationen (400 µg/ml) zeigten10. Murori und Kubo testeten zehn flüchtige Duftstoffe des grünen Tees gegen acht Bakterienarten. Nur Nerolidol zeigte bei einer Konzentration von 25 bis 50 µg/ml gegen Staphylococcus aureus (Entzündungen) und Streptococcus mutans (Karies) eine Wirkung11.

Da die Konzentration der flüchtigen Stoffe aber nur 7 µg/ml im grünen Tee beträgt, kann diese Substanzklasse sicher nicht für die antibakterielle Wirkung von Tee verantwortlich sein. Grüner Tee enthält neben Koffein vor allem Catechine. Diese sind als hydrierte Flavone oder Anthocyanidine aufzufassen. Sie bilden die Grundsubstanz einer Reihe natürlicher
Gerbstoffe, die z. B. bei der „Fermentierung“ zu Schwarztee durch oxidative
Polymerisation entstehen und zu den nicht-hydrolisierbaren Gerbstoffen zählen. Die strukturell einfachsten Flavone sind: (+)-Catechin (C), (-)-Epicatechin (EC), (+)-Gallocatechin (GC), (-)-Epigallocatechin (EGC), (-)-Epicatechingallat (ECG) und (-)-Epigallocatechingallat (EGCG).

Lesen Sie weiter: https://www.teeverband.de/fileadmin/Redaktion/WIT/Sonstige_Inhaltsstoffe/wit1-2003_01.pdf

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Grüner Tee soll vor Brustkrebs schützen

Grüner Tee ist ein wahres Allroundtalent, das ist bekannt. Er wirkt sich positiv auf das Gewicht und eine gesunde Darmflora aus. Aber kann Grüner Tee auch bei Brustkrebs hilfreich sein? Eine neue Studie von chinesischen Wissenschaftlern ging dieser Frage nach.

Grünem Tee werden seit langem viele gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Er wirkt sich positiv auf das Gewicht und eine gesunde Darmflora aus und – wie seit „Darm mit Charme“ von Giulia Enders bekannt ist – ein gesunder Darm ist essentiell für unser Wohlbefinden.

Aber kann grüner Tee auch bei der Brustkrebsprävention hilfreich sein oder die Behandlung von Brustkrebspatientinnen in positiver Art und Weise unterstützen? Diese Frage haben sich chinesische Wissenschaftler jetzt gestellt und in einer Meta-Analyse die Ergebnisse von insgesamt 16 Studien zusammengefasst. Das Ganze erschien im International Journal of Food Sciences and Nutrition.

Eine Meta-Analyse ist ein statistisches Verfahren zur Erstellung einer systematischen Übersicht von Ergebnissen mehrerer Studien, die sich mit der gleichen Frage befassen. Die Aussagekraft der Einzelstudien kann so erhöht werden.

Was macht grünen Tee so gesund?

Auf der Suche nach krebsvorbeugenden Substanzen stoßen Wissenschaftler in den letzten Jahren auf diverse Inhaltsstoffe von Pflanzen, darunter z.B. den sekundären Pflanzenstoff Epigallocatechin-3-gallat (ECGC), das in hohem Maße in grünem Tee vorkommt.Es gehört zur Untergruppe der Polyphenole und besitzt neben antioxidativen Eigenschaften auch eine hohe Schutzfunktion der Zellen. Es blockiert ein wichtiges Enzym, das für Krebszellen eine bedeutende Rolle spielt.

Für die Entstehung von Tumorerkrankungen würde dies eine Hemmung von Krebszellenwachstum bedeuten. Die Analyseergebnisse zeigten, dass Personen mit dem höchsten Konsum von grünem Tee im Vergleich zu Personen mit dem niedrigsten Konsum von grünem Tee ein niedrigeres Brustkrebsrisiko aufwiesen. Zwischen dem Konsum von grünem Tee und dem Brustkrebsrisiko sahen die Wissenschaftler einen linearen Zusammenhang. Zudem berechneten die Wissenschaftler, dass die niedrige Brustkrebsprävalenz in China zu 23,5 Prozent auf den Konsum von grünem Tee zurückgeführt werden kann. Die Forscher schlussfolgerten, dass das Trinken von großen Mengen grünem Tee über mehrere Jahre hinweg das Brustkrebsrisiko senken könne.

Ergebnisse auf westliche Welt nicht 1:1 übertragbar

So gesund grüner Tee auch ist, müssen die jüngsten Ergebnisse kritisch betrachtet werden. Die meisten Studien wurden im asiatischen Raum durchgeführt, so auch diese Meta-Analyse. Auf die westliche Lebenssituation lassen sich die Ergebnisse also nicht 1:1 übertragen, da auch Faktoren wie z.B. eine gesündere Ernährung die Studien beeinflusst haben könnten.Grüner Tee darf also nicht als Allheilmittel oder Alternative zu den gängigen Behandlungen bei Tumorerkrankungen betrachtet werden. „Es zeigte sich, dass grüner Tee keine positiven Effekte bei Prostata-, Blasen- und Magenkarzinomen hat. Und die Effekte von grünem Tee waren auch nicht immer positiv: Bei Rauchern erhöhte Teetrinken zum Beispiel das Risiko von Blasenkrebs“, so Prof. Dr. med. Karsten Münstedt, Chefarzt für Gynäkologie in Offenburg.

Hinzu kommen die Ergebnisse vieler klinischer Studien, denen zufolge die Verzehrempfehlung bei bis zu zehn Tassen grünem Tee pro Tag liegt, um den gewünschten Effekt im Hinblick auf die Entstehung von Brustkrebs zu erzielen. Grüner Tee enthält jedoch auch Koffein und sollte deswegen nicht in zu hohen Mengen konsumiert werden.

Zusätzlich weist Prof. Dr. Münstedt darauf hin, dass bisher noch nicht abschließend geklärt ist „ob sich der präventive Effekt von grünem Tee auf alle Arten von Brustkrebs (Luminal-A, Luminal-B, HER2-positive Tumoren, basal-like) bezieht oder ob nur bestimmte Arten von Brustkrebs verhindert werden.“
Zu beiden Fragestellungen besteht entsprechend noch Bedarf an weiterer Forschung.

Quelle: https://www.fitforfun.de/news/gruener-tee-kann-vor-brustkrebs-schuetzen-408429.html

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Grüner Tee verlängert das Leben

Laut einer Studie aus China ist der regelmäßige Konsum von grünem Tee mit mehr gesunden Lebensjahren und einer längeren LebenseWer mindestens dreimal pro Woche grünen Tee trinkt, hat der chinesischen Studie zufolge ein niedrigeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einen vorzeitigen Tod.

Im Vergleich zu Personen, die seltener oder gar keinen Tee tranken, hatten regelmäßige Teetrinker ein um 20 Prozent geringeres Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle, ein um 22 Prozent geringeres Risiko für tödliche Herzerkrankungen und Schlaganfälle und ein um 15 Prozent geringeres allgemeines Sterberisiko.

Tee: Je regelmäßiger, desto besser

Wer während der gesamten Beobachtungszeit von durchschnittlich 8,2 Jahren regelmäßig Tee trank, hatte sogar ein um 39 Prozent geringeres Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle, das Risiko für tödliche Herzerkrankungen und Schlaganfälle war um 56 Prozent reduziert, und das für Todesfälle aller Ursachen um 29 Prozent. Dr. Dongfeng Gu von der Chinesischen Akademie für Medizinische Wissenschaften erläutert, warum:

„Studien haben ergeben, dass die wichtigsten bioaktiven Verbindungen in Tee, die Polyphenole, nicht im Körper gespeichert werden. Daher ist möglicherweise ein regelmäßiger Konsum von Tee über einen längeren Zeitraum für die kardioprotektive Wirkung erforderlich.“

Für schwarzen Tee wurden diese Effekte nicht beobachtet, was zum einen daran liegen kann, dass zu wenige Studienteilnehmer diese Teesorte tranken, denn in China wird vorwiegend grüner Tee getrunken. Zum anderen ist Schwarztee vollständig fermentiert, wobei die Polyphenole zu Pigmenten umgewandelt werden und ihre antioxidative Wirkung verlieren können. Besonders deutlich war der Effekt bei langjährigen Teetrinkern.

Quelle: https://www.aponet.de/aktuelles/kurioses/20200113-gruener-tee-verlaengert-das-leben.html

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Substanz aus grünem Tee verbessert Antibiotikawirkung im Laborversuch

Neuer Ansatz zur Bekämpfung von multiresistentem Pseudomonas: Immer häufiger wirken Antibiotika nicht mehr, weil Keime sogenannte Resistenzen ausbilden. Strategien gegen diese Resistenzentwicklung und neue, wirksame Antibiotika werden deshalb dringend gesucht.

Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung in Köln haben nun gemeinsam mit Kollegen aus Surrey (UK) eine mögliche synergistische Wirkung von Antioxidanzien aus grünem Tee und dem Antibiotikum Aztreonam festgestellt: Wurden multiresistente Pseudomonas-Keime im Labor mit Aztreonam und dem Antioxidans Epigallocatechingallat aus grünem Tee behandelt, war das signifikant effektiver als mit Aztreonam allein.

Wirksamkeit gängiger Antibiotika erhalten

Durch den Zusatz des Antioxidans aus grünem Tee wurden die eigentlich multiresistenten Pseudomonaden im Laborversuch wieder sensibel für das Antibiotikum Aztreonam. Wie das genau funktioniert, ist noch nicht aufgeklärt, aber es könnte sein, dass Epigallocatechingallat die Aufnahme des Antibiotikums in die Bakterienzellen verstärkt und so zu einem vermehrten Absterben der Bakterien führt. Die Ergebnisse der Laborversuche mit der Kombination aus Epigallocatechingallat und Aztreonam sind vielversprechend und lohnen die weitere, auch klinische, Entwicklung. Es bleibt aber natürlich noch zu klären, ob die Substanz in den benötigten Konzentrationen vom Patienten gut vertragen wird. Bisher gibt es lediglich erste Untersuchungen in menschlichen Hautzellen und in Motten, bei denen aber keine negative Wirkung auffiel.

Wirkung auch gegen andere Keime?

Epigallocatechingallat wurde als Antioxidans und als antientzündlich wirkende Substanz bereits in mehreren Studien beschrieben. Möglicherweise wirkt es auch auf andere bei Mukoviszidose relevante Keime wie z.B. Stenotrophomonas. Die Arbeitsgruppe um Prof. Steinmann aus Essen hatte beispielsweise im Laborversuch gezeigt, dass Epigallocatechingallat sowohl die Biofilmbildung als auch die Keimzahl von Stenotrophomoas reduzierte.

Quelle: https://www.muko.info/einzelansicht/news/News/detail/substanz-aus-gruenem-tee-verbessert-antibiotikawirkung-im-laborversuch/

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Grüner Tee hilft Menschen mit Down-Syndrom

Ein Wirkstoff in grünem Tee kann die Gehirnaktivitäten von Menschen mit Down-Syndrom deutlich verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Fachmagazin «The Lancet Neurology» veröffentlicht wurde.

Nach einem einjährigen klinischen Test wiesen die Patienten ein deutlich verbessertes Wahrnehmungs- und Erinnerungsvermögen auf, schreiben die Wissenschaftler: «Erstmalig hat hier eine Behandlung bei den kognitiven Fähigkeiten von Menschen mit diesem Syndrom Wirkung gezeigt.» Unabhängige Fachleute werteten die Befunde als vielversprechend.

Die Studienautoren führten die Wirkung auf den Stoff Epigallocatechingallat zurück, der im grünen Tee enthalten ist. Er verbessert das Zusammenspiel von Neuronen im Gehirn. An dem klinischen Test hatten 84 junge Erwachsene mit Down-Syndrom teilgenommen. Eine Hälfte wurde mit dem Wirkstoff behandelt, die andere erhielt ein Präparat ohne den Stoff.

Lebensqualität der Betroffenen verbessern

Die erste Gruppe zeigte nach einem Jahr deutlich bessere Leistungen beim Erinnern von Worten und Mustern und bei der Fähigkeit, ihr Verhalten der Umgebung anzupassen. Je länger sie das Präparat einnahmen, desto besser wurden die Leistungen. Die positiven Wirkungen waren noch ein halbes Jahr nach Ende des Tests bemerkbar.

Die Hauptautorin der Studie, Mara Diersson, betonte, dass das Präparat keinesfalls eine Heilung der Syndrome verspreche. «Es könnte aber ein Instrument sein, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.»
Das Downsyndrom – auch bekannt unter dem Namen Trisomie 21 – betrifft etwa jeden tausendsten Menschen. Es handelt sich um einen Gendefekt, der die kognitiven Fähigkeiten der Patienten deutlich beschränkt und auch andere Gesundheitsprobleme verursacht.

Quelle: https://www.blick.ch/life/gesundheit/medizin/vielversprechende-studie-gruener-tee-hilft-menschen-mit-down-syndrom-id5120416.html

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