EGCG aus grünem Tee kann in Krebszellen Apoptose auslösen

Diätbasierte Krebsprävention und -therapie haben in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit erhalten. Es wurde berichtet, dass grüner Tee, ein weltweit beliebtes Getränk, hemmende Wirkungen gegen verschiedene Krebsarten wie Brust-, Lungen-, Prostata- und Darmkrebs hat.

Die meisten chemopräventiven Wirkungen von grünem Tee auf Krebs werden Polyphenolverbindungen zugeschrieben, unter denen Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) das wichtigste ist1. EGCG macht 50-80% des Catechins in grünem Tee aus. Es gibt 200-300 mg EGCG in einer gebrühten Tasse (240 ml) grünen Tee2. Durch das Trinken von Tassen grünen Tees oder die Einnahme einer EGCG-Tablette kann eine Serumkonzentration von 0,1–1 μM EGCG erreicht werden3,4.

Die Anti-Krebs-Wirkung von EGCG wurde in epidemiologischen, Zellkultur- und Tierstudien sowie in klinischen Studien nachgewiesen5. Eine 10-jährige prospektive Studie von Nakachi und Imai berichtete über ein verringertes Krebsrisiko für diejenigen, die mehr als 10 Tassen grünen Tee pro Tag konsumieren, verglichen mit denen, die weniger als drei Tassen konsumierennr. 6,7.

Kürzlich fanden Shin et al. heraus, dass Grüntee-Extrakt die Rezidivrate von kolorektalen Adenomen in einer randomisierten klinischen Studie in Korea um 44,2% reduzierte.8. In vitro wurde gezeigt, dass EGCG den Zellwachstumsstillstand fördert und Apoptose in einer Vielzahl von menschlichen Krebszelllinien, einschließlich Prostatakarzinomzellen, induziert.9,10, epidermoidkarzinomzellen11, blasenkrebszellen12, und darmkrebszellen13. In vivo, orale oder intravenöse Verabreichung von grünem Tee oder gereinigtem EGCG bei Mäusen hemmte die Angiogenese und hemmte das Wachstum solider Tumore14,15.

Auf molekularer Ebene wurde gezeigt, dass EGCG mit krebsbezogenen Proteinen wie dem Glukose-regulierten Protein 78 (GRP78) interagiert.16 und Ras-GTPase-aktivierendes Protein SH3-Domänenbindungsprotein 1 (G3BP1)17, mit etwa μΜ Affinitäten.

Bei EGCG-induzierter Apoptose und Zellwachstumsstillstand spielte p53 eine wichtige Rolle18,19. p53, oft als „Wächter des Genoms“ bezeichnet, ist ein entscheidender Tumorsuppressor, der bei über 50% der menschlichen Krebserkrankungen mutiert ist. p53 fördert den Zellzyklusstillstand oder die Apoptose als Reaktion auf zelluläre Stressreize wie oxidativen Stress, Onkogenaktivierung und DNA-Schäden20,21.

Als Transkriptionsfaktor ist p53 mit einer kurzen Halbwertszeit streng reguliert. Das p53-Protein wird normalerweise in gesunden Säugetierzellen durch kontinuierliche Ubiquitylierung und anschließenden Abbau, vermittelt durch murine Double Minute 2 (MDM2) E3-Ligase, auf niedrigem Niveau gehalten. Unter zellulärem Stress wird die Ubiquitylierung von p53 unterdrückt und p53 stabilisiert. p53 sammelt sich dann im Zellkern an und schaltet die Expression von Zielgenen ein, was Zellzyklus-Arrest, Apoptose und DNA-Reparaturprozesse auslöst20.

Neben der Funktion als Transkriptionsfaktor kann p53 auch in das Zytoplasma oder die Mitochondrien translozieren. p53 interagiert direkt mit anti-apoptotischen Proteinen wie Bax und Bcl2, um Apoptose zu induzieren21,22 und ist auch an der anti-seneszenten Wirkung von EGCG beteiligt23,24.

Den ausführlichen Artikel finden Sie hier: https://www.nature.com/articles/s41467-021-21258-5

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Wie grüner Tee die Abwehrkräfte fördert

Ein Forschungsteam hat durch Versuche mit Fadenwürmern festgestellt, dass Katechine in grünem Tee eine andere Wirkung haben als bisher gedacht: Sie wirken gar nicht antioxidativ, sondern fördern den Zellstress sogar kurzfristig. Damit stärken sie aber die Abwehrkräfte, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin „Aging“.

Bei Fadenwürmern steigert eine Fütterung mit Katechinen die Lebensdauer und Fitness messbar. Bisher ist man davon ausgegangen, dass dies daran liegt, dass die Pflanzenstoffe eine antioxidative Wirkung entfalten und Zellstress entgegenwirken. Tatsächlich erhöhen sie ihn aber zunächst – und bringen damit die Abwehrkräfte des Körpers auf Trab.

Die Pflanzenstoffe aus Grüntee seien demnach keine Antioxidantien, sondern vielmehr Pro-​Oxidantien, die ähnlich wie eine Impfung die Abwehrfähigkeit des Organismus verbessern, erläutert Prof. Michael Ristow von der Universität Jena.

Die Pflanzenstoffe aktivieren Gene, die Zellen darin unterstützen, schädliche Stoffwechselprodukte zu entgiften. Schon vor mehr als zehn Jahren konnte Ristow zeigen, dass Sport und kalorienreduzierte Diäten ähnlich funktionieren: Auch sie steigern den Zellstress für kurze Zeit und regen die Abwehrmechanismen des Körpers an. „Für mich lag es daher nahe, dass die Katechine aus dem Grüntee ähnlich wirken“, sagte er.

Den ganzen Artikel lesen Sie hier: https://www.aponet.de/artikel/wie-gruener-tee-die-abwehrkraefte-foerdert-25224

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Gurgeln gegen Corona: Was kann grüner Tee bewirken?

Für die Vermehrung des Coronavirus spielt die Schleimhaut in Mund und Rachen eine entscheidende Rolle. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat das Gurgeln als Schutzmaßnahme wieder ins Bewusstsein gerückt. Auch die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) hat bereits vor Monaten eine explizite Gurgelempfehlung ausgesprochen. Doch kann das die Virusmenge im Rachen senken und effektiv gegen Corona helfen?

Gurgeln soll das Virus hemmen

„Zur Prävention von Covid-19 müssen alle infrage kommenden hygienischen Präventionsmaßnahmen ausgeschöpft werden, um insbesondere das medizinische Personal, aber auch die übrige Bevölkerung zu schützen“, heißt es in einem Papier der DGKH.

Und tatsächlich: Studien konnten bereits zeigen, dass bestimmte Mundspüllösungen mit ätherischen Ölen dabei helfen können, das Corona-Infektionsrisiko zu senken. Nach Angaben der DGKH können aber auch grüner Tee, Granatapfel- und Aroniasaft die Viruslast zum Teil stark verringern. Die Mundwässer erwiesen sich dabei gegenüber den Getränken aber als wirksamer.

Untersuchungen hätten ergeben, dass die Infektiosität des Coronavirus SARS-CoV-2 nach einer Minute Einwirkungszeit durch grünen Tee um 80 Prozent gesenkt werde. Allerdings handelte es sich dabei um Studien, in denen die Wirkung gegen das Coronavirus im Labor getestet wurde. In mehreren Anwendungsstudien am Menschen konnten durch das Gurgeln mit Grüntee Virusgrippeerkrankungen immerhin um 30 Prozent reduziert werden.

Konkret empfehlen die Experten der DGKH daher: 100 Milliliter Grüntee aufkochen, lauwarm abkühlen lassen und dann rund drei Minuten lang gurgeln. Das ganze Prozedere mindestens morgens und abends durchführen. Natürlich kann das Spülen nur kurzfristig wirken.

Forscher aus den USA hatten schon 2020 berichtet, dass Inhaltsstoffe aus grünem Tee eine hemmende Wirkung auf das Coronavirus haben könnten. Die Ursache dafür seien chemische Verbindungen, die sich an ein bestimmtes Enzym von SARS-CoV-2 binden und deren Funktion blockieren.

Quelle & ausführlicher Artikel: https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_90178610/gurgeln-gegen-corona-was-kann-gruener-tee-bewirken-.html

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Medizin-Mythen: Kann grüner Tee das Coronavirus hemmen?

Bestimmte Fähigkeiten sollen im Stande sein, die Vermehrung von SARS-CoV-2 zu bremsen. Die Suche nach einem wirksamen Medikament gegen das Coronavirus hält an. Forscherinnen und Forscher überprüfen seit Beginn der Pandemie, ob sich Wirkstoffe aus der Natur als Anti-Corona-Mittel eignen – darunter etwa grüner Tee.

Denn Versuche im Reagenzglas deuten darauf hin, dass grüner Tee die Vermehrung von Coronaviren hemmt. Verantwortlich dafür dürfte unter anderem die im Grüntee enthaltene Substanz EGCG (Epigallocatechingallat) sein.

Bedeuten die vielversprechenden Experimente aus dem Labor, dass im grünen Tee ein Mittel gegen Covid-19 steckt? Das Faktencheck-Service medizin-transparent von der Universität Krems hat nach klinischen Studien zum Thema gesucht.

Ausführlichen Artikel finden Sie hier: https://kurier.at/wissen/gesundheit/medizin-mythen-kann-gruener-tee-das-coronavirus-hemmen/401445844

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Vorteilhafte Wirkung von Teeextrakt auf metabolisches Syndrom und Übergewicht

Weltweit nimmt die Übergewichtigkeit zu, oft in Kombination mit dem metabolischen Syndrom. Das metabolische Syndrom ist durch eine Reihe von Stoffwechselanomalien wie z. B. erhöhten Cholesterinwerten, hohem Blutdruck und einem hohen Blutzuckerspiegel gekennzeichnet.

Die zur Behandlung dieser Symptomatik eingesetzten Medikamente können unerwünschte Nebenwirkungen haben. Aus diesem Grund wird in der Forschung immer mehr nach alternativen Behandlungsmethoden gesucht. Eine neuere Übersichtsarbeit zeigt, dass Teeextrakt bei den Betroffenen eine positive Wirkung auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel haben kann.

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Teeextrakt ist allgemein bekannt und gut erforscht. Seine Wirksamkeit wird hauptsächlich dem Epigallocatechingallat (EGCG) zugeschrieben, einem der stärksten Catechine im Tee. In dieser Übersichtsstudie wurde die Wirkung von Teeextrakt auf das metabolische Syndrom bei Übergewicht untersucht. metabolisches Syndrom und Übergewicht

Positive Wirkung von Teeextrakt

Die Studie deutet darauf hin, dass der Genuss von Teeextrakt bei Übergewicht und metabolischem Syndrom eine positive Wirkung haben könnte. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass der BMI und der Blutzuckerspiegel signifikant sanken, während das HDL-Cholesterin signifikant anstieg.

Die Forscher beobachteten auch eine positive Wirkung auf Blutdruck, Gewicht, Taillenumfang und LDL-Cholesterin. Teeextrakt könnte bei der Behandlung des metabolischen Syndroms bei Übergewicht erfolgversprechend sein. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass weitere Untersuchungen mit einer längeren Nachbeobachtungszeit und einem größeren Stichprobenumfang erforderlich sind.

Den vollständigen Beiträg können Sie heir nachlesen: https://orthoknowledge.eu/forschung/vorteilhafte-wirkung-von-teeextrakt-auf-metabolisches-syndrom-und-ubergewicht/?mc_cid=88eea91e7c&mc_eid=cd446b3abe

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Kaugummi, Grüner Tee, Gurgeln und Co.: Kann man Corona wirklich wegkauen?

Corona ist leider mal wieder in aller Munde. Überall steigen jetzt im Spätherbst die Infektionszahlen. Und da das fiese Virus über die Mund- und Nasenschleimhäute in unsere Körper gelangt, gibt es bereits eine ganze Reihe von Produkten, die Corona genau dort bekämpfen wollen.

Die neueste Idee: ein Kaugummi gegen Corona. Aber es gibt auch Halspastillen, Nasensprays, Tees und die gute alte Mundspülung. Alle sollen die Virusvermehrung stoppen, das Gegenüber schützen. Aber das tun sie auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlicher Intensität.

Kaugummi

► Covidgum enthält ätherische Öle und soll laut Test die Viruslast in der Ausatemluft um bis zu 99% senken.

► Virologe Dr. Martin Stürmer: „Die Ergebnisse sind insofern ermutigend, als bei allen Probanden über einen Zeitraum von zwei Stunden eine Reduktion der Virusmenge festgestellt werden konnte.“

Grüner Tee

► In grünem Tee kann das Flavonoid Gallocatechin dafür sorgen, die Viruslast beim Trinken zu verringern. Das haben Laborversuche gezeigt.

► Immunologe Dr. Peter Schleicher: „Die Forschungsergebnisse zeigen, dass sich das Virus nicht mehr vermehren kann.“

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier: https://www.bild.de/bild-plus/ratgeber/2021/gesundheit/kaugummi-tee-gurgeln-und-co-kann-man-corona-wirklich-wegkauen-78340782.bild.html

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Medizin-Mythen: Kann grüner Tee das Coronavirus hemmen?

Bestimmte Fähigkeiten sollen im Stande sein, die Vermehrung von SARS-CoV-2 zu bremsen. 

Die Suche nach einem wirksamen Medikament gegen das Coronavirus hält an. Forscherinnen und Forscher überprüfen seit Beginn der Pandemie, ob sich Wirkstoffe aus der Natur als Anti-Corona-Mittel eignen – darunter etwa grüner Tee.

Denn Versuche im Reagenzglas deuten darauf hin, dass grüner Tee die Vermehrung von Coronaviren hemmt. Verantwortlich dafür dürfte unter anderem die im Grüntee enthaltene Substanz EGCG (Epigallocatechingallat) sein.

Bedeuten die vielversprechenden Experimente aus dem Labor, dass im grünen Tee ein Mittel gegen Covid-19 steckt? Das Faktencheck-Service medizin-transparent von der Universität Krems hat nach klinischen Studien zum Thema gesucht.

Wirksamkeit beim Menschen unklar

Allerdings sind bisher keine Studien erschienen, die die Wirksamkeit und Sicherheit im menschlichen Körper überprüft haben. Somit lässt sich weder belegen noch ausschließen, dass grüner Tee vor einer Corona-Infektion schützt oder eine Covid-19-Erkrankung lindern kann.

Möglicherweise gibt es Ende 2021 erste Einschätzungen zu Wirksamkeit und Sicherheit. Denn derzeit läuft zumindest eine Studie zu einem möglichen vorbeugenden Effekt von Grüntee. Dabei erhalten die Probanden entweder Kapseln mit EGCG oder, zwecks Vergleich, ein Placebomittel.

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier:

https://kurier.at/wissen/gesundheit/medizin-mythen-kann-gruener-tee-das-coronavirus-hemmen/401445844

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Grüner Tee und Kaffee reduzieren Sterberisiko bei Diabetes

Täglich zwei Tassen Kaffee plus vier Tassen grüner Tee sind verbunden mit einer Reduktion des Sterberisikos in den nächsten fünf Jahren um 63 Prozent für Typ-2-Diabetiker, errechneten japanische Forscher. Auch in kleineren Mengen wirken sich die Getränke aber schon positiv aus.

Tee und Kaffee gelten in Maßen als gesunde Lebensmittel aufgrund ihrer bioaktiven Inhaltsstoffe. Jetzt haben japanische Mediziner um Dr. Yuji Komorita von der Kyushu-Universität in Fukuoka untersucht, ob und in welchem Maß sich der Genuss dieser Getränke auf die Gesundheit von Typ-2-Diabetikern auswirkt.

Dazu befragten sie knapp 5000 Japaner mit Typ-2-Diabetes (Durchschnittsalter 66 Jahre) zu ihren Ess- und Trinkgewohnheiten und werteten ihre Patientendaten über einen Zeitraum von fünf Jahren aus. Alle waren eingeschrieben im Fukuoka Diabetes Registry, eine Multicenter-Studie, die Aufschluss über die Effekte von Arzneimitteln und Lifestyle auf die Lebensspanne von Typ-2-Diabetikern geben soll.

Während des Beobachtungszeitraums starben 309 Teilnehmer (218 Männer, 91 Frauen). Die häufigsten Todesursachen waren Krebs (114) und kardiovaskuläre Erkrankungen (76). Grundsätzlich waren bei den Verstorbenen überproportional Personen dabei, die weder grünen Tee noch Kaffee tranken. Umgekehrt hatten diejenigen, die regelmäßig relativ hohe Mengen davon konsumierten, das geringste Sterberisiko, berichten die Forscher im Fachjournal »BMJ Open Diabetes Research & Care«.

Täglich eine Tasse grüner Tee verringerte die Sterbewahrscheinlichkeit um 15 Prozent; zwei bis drei Tassen um 27 Prozent und vier oder mehr Tassen täglich um 40 Prozent. Ähnlich ausgeprägt ist der Effekt von Kaffee: Eine Tasse täglich verminderte das Sterberisiko um 19 Prozent, zwei oder mehr Tassen um 41 Prozent.

Das geringste Mortalitätsrisiko hatten diejenigen, die beides täglich tranken: Zwei bis drei Tassen grüner Tee plus zwei oder mehr Tassen Kaffee verringerte es um 51 Prozent; vier oder mehr Tassen Tee plus zwei oder mehr Tassen Kaffee um 63 Prozent. Welches Volumen eine Tasse hatte, war dabei nicht definiert.

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/gruener-tee-und-kaffee-reduzieren-sterberisiko-bei-diabetes-121287/

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Italienische Studie mit vielversprechender Myomtherapie mit Vitamin D, B und EGCG

Ein Forscherteam von der Universität Messina in Italien untersuchte im Rahmen einer Studie, wie die Behandlung mit Vitamin D, dem Grüntee-Wirkstoff Epigallocatechingallat (EGCG) und Vitamin B6 auf die Größe und den Wachstum von Myomen sowie die Lebensqualität von Frauen anschlägt. Analysiert wurden in vier Monaten das Volumen, die Anzahl der Myome sowie Schwere der Symptome und die Lebensqualität.

An der Studie nahmen 30 Frauen im Alter zwischen 28 und 46 Jahren teil, die in zwei Gruppen eingeteilt wurden: Eine Gruppe erhielt über vier Monate täglich zwei Tabletten von 25 μg Vitamin D, 150 mg EGCG sowie 5 mg Vitamin B6. Die Forscher stellten nach ihrer Auswertung fest, dass es eine signifikante Verringerung des Myomvolumens um 34,7% in der behandelten Gruppe und ein Wachstum des Tumors um 6,9% in der behandlungslosen Gruppe  gab.

Darüber hinaus gäbe es nach Angaben des Forscherteams eine Verbesserung der Lebensqualität der Frauen, die mit Vitamin D, EGCG und Vitamin B6 behandelt wurden.

Quelle: https://www.europeanreview.org/wp/wp-content/uploads/3344-3351.pdf

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Sekundären Pflanzenstoffe – Warum Japanerinnen und Japaner länger leben

Ein Forschungsteam vom Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat vielversprechende Zusammenhänge zwischen zwei sekundären Pflanzenstoffen, den sogenannten Catechinen und Isoflavonen, und der Lebenserwartung entdeckt. Catechine finden sich zum Beispiel in grünem Tee, während Isoflavone in hoher Konzentration in Soja enthalten sind.

In Japan leben die Menschen mit durchschnittlich 84 Jahren weltweit am längsten. Neben genetischen Ursachen und Umweltfaktoren scheinen die Ernährungsgewohnheiten für die überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung der Japanerinnen und Japaner mitverantwortlich zu sein. Die traditionelle japanische Ernährung ist reich an sekundären Pflanzenstoffen: Catechine finden sich zum Beispiel in grünem Tee, während Isoflavone in hoher Konzentration in Soja enthalten sind.

„Dass es speziell in Japan einen Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Lebenserwartung gibt, ist seit langem bekannt. Wir wollten insbesondere die Rolle pflanzlicher Inhaltsstoffe darin genauer untersuchen. Mit der Wirkung der Catechine und Isoflavone haben wir zwei potenziell auch in der Gesundheitsprävention relevante Mechanismen entdeckt“, kommentiert Juniorprofessorin Anika Wagner die vorliegenden Ergebnisse der Forschungsarbeiten, die auch vom Exzellenzcluster „Entzündungsforschung“ unterstützt wurden.

Grüntee-Catechine und Soja-Isoflavone erhöhen Lebensspanne von Fruchtfliegen

Um die Auswirkungen der beiden Stoffe auf Gesundheit und Lebenserwartung zu untersuchen, führten die Kieler Forschenden Studien mit der Fruchtfliege Drosophila melanogaster durch. Diese zeigten, dass sowohl Grüntee-Catechine als auch Soja-Isoflavone die Lebensspanne und Fitness von Fruchtfliegen signifikant erhöhen. Das Forschungsteam fand heraus, dass ein spezielles Catechin im Grüntee zwei Enzyme hemmt, die für die Verdauung von Kohlenhydraten wichtig sind. Die Hemmung dieser Enzyme reduziert die Aufnahme von Glucose in den Organismus. So kommt ein zuckersenkender Effekt zustande. Soja-Isoflavone entfalten ihre positive Wirkung, indem sie den zellulären Energiehaushalt beeinflussen und das Langlebigkeitsgen Sirtuin-1 anschalten.

Den ganzen Beitrag können Sie hier nachlesen: https://www.laborpraxis.vogel.de/warum-japanerinnen-und-japaner-laenger-leben-a-511668/

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